Die Idee

Die Idee…

Programmkinos zeichnen sich durch Qualität und Vielfalt ihrer Programme aus. „Andere Filme – anders zeigen“ heißt die allen gemeinsame Zielsetzung, die eine kulturpolitisch unverzichtbare Ergänzung und Alternative zum kommerziellen Kino darstellt.

Ein Programmkino kann in Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungs- und Kultureinrichtungen einen unverzichtbaren Bildungsbeitrag leisten. Ein Film endet nicht mit seinem Abspann, hier beginnt erst die Auseinandersetzung mit seinem Inhalt, indem danach die Möglichkeit gegeben werden sollte über das Gesehene, innerlich Erlebte zu sprechen. Hier hat das Kommerzkino eindeutige Defizite: es hat den Anspruch, Emotionen jeglicher Art zu wecken, bietet aber fast keine Möglichkeit, diese Emotionen zu artikulieren und damit auch zu verarbeiten.
Oder mit den Worten von Wim Wenders:

„Die Frage ist letzten Endes, ob man überhaupt für kommende Generationen einen Begriff von Kinokultur aufrechterhalten will, der multikulturell, spezifisch und differenziert ist. Wenn man ein Kino will, das den Blick in die Welt und in die Geschichte offen hält, braucht man mehr denn je die Kommunalen Kinos.“

…ist nicht neu

Die Idee, in Aalen ein Programmkino einzurichten, ist nicht neu. Bereits 1996 wurden nach Eröffnung des Omniplex ca. 250 Unterschriften für ein Programmkino in Aalen gesammelt. In den Jahren 1998 und 1999 saßen ca. 15 Aalener Bürgerinnen und Bürger am Agenda -Tisch „Soziales“ und diskutierten über die Konzeption und Schaffung eines sozio-kulturellen Zentrums in Aalen. Alle waren sich damals einig, dass zu so einem Zentrum auf jeden Fall auch ein Programmkino gehören musste. Aus dem Agenda-Tisch „Soziales“ wurde zunächst die Projektgruppe „Kulturküche“ und später der gleichnamige Verein gegründet. Da sich die Errichtung eines sozio-kulturellen Zentrums schon bald als sehr aufwändig und schwer finanzierbar erwiesen hat, startete einige Kinobegeisterte der „Kulturküche“ das Kinoprojekt „Klappe, die 1.“, das bis Ende 2004 in Kooperation mit den wechselnden Besitzern des Aalener Kinos erfolgreich lief.
Im Frühjahr 2005 griffen Jürgen Schwarz, Christina Voigt, Jörn Scheibler und Jule Hoffmann die Idee eines eigenen Programmkinos in Aalen wieder auf. Die Initiative für ein Programmkino in Aalen hat binnen weniger Monate über 300 begeisterte Unterstützer in Aalen gefunden. Viele Aalener freuten sich auf eine Bereicherung des Bildungs- und Kulturangebots von Aalen und waren bereit, sich dafür persönlich und finanziell zu engagieren. Die Initiative wurde auch von der Kulturküche e.V. begrüßt. Zahlreiche Mitglieder der Kulturküche hatten bereits Genossenschaftsanteile gezeichnet und wirkten aktiv an den Gründungsvorbereitungen mit.