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Herr Felde und der Wert der Dinge

»Ich bin zufrieden mit dem, was ist.« Wer sagt das schon bei uns? Die meisten streen doch nach mehr:

Mehr Umsatz, mehr Wachstum, mehr Wohlstand, mehr Glück. Kaufen Konsumgüter, deren Versprechen sich doch nicht erfüllen. Wilhelm Felde ist da anders. »Ich strebe nach nichts Großem«, sagt er, »ich bin zufrieden mit dem was ich hab.« Der gelernte Schuhmacher aus Kirgisien betreibt heute im Schwarzwald ein kleines Reparaturgeschäft. Sein Laden ist ein Mikrokosmos von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Sie alle schätzen es, dass da jemand ist, der für wenig Geld den Wert von Dingen zu erhalten weiß. Was natürlich auch mit seiner eigenen Lebensgeschichte in der früheren Sowjetunion zu tun hat. Dort lief für Herrn Felde nicht alles so, wie er es sich gewünscht hätte. Aber er hat sich mit seinem Schicksal arrangiert, hat einen Platz im Leben gefunden, und ist ein Lehrmeister in Dankbarkeit und Zufriedenheit.

 

Ein Film im Stil des Direct Cinema. Im Anschluss an den Film steht der Regisseur für Fragen zur Verfügung

 

Im Rahmen des Internationalen Festivals

 

 
Herr Felde und der Wert der Dinge

D 2011, 55 Min.

Dokumentarfilm von Klaus Peter Karger

Frei ab 6 Jahren

Letzte Aktualisierung ( 08.10.12 )