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Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Kino am Kocher für ALLE!

 

 „Andere Filme anders zeigen“ ist Motto und Anspruch der inzwischen über 520 genossenschaftlichen KinobesitzerInnen in Aalen. In unserem von 60-80 Cineasten ehrenamtlich betriebenen, gemeinnützigen »Kino am Kocher« zeigen wir neue und ältere Filme aus allen Kulturen und Kontinenten.

 

Ein besonderes Anliegen ist es Menschen mit Behinderungen in die Filmvorführungen und Veranstaltungen im „Kino am Kocher« einzubeziehen. Im Filmprogramm werden immer wieder Filme berücksichtigt in den entweder Menschen mit Behinderungen mitspielen, die Lebenswelt von Menschen eine Rolle spielt oder die sich als Dokumentarfilm inhaltlich-sachlich mit entsprechenden themen auseinandersetzen. Dokumentarfilme werden nach Möglichkeit in Kooperation mit Selbsthilfegruppen, direkt Betroffenen oder lokalen Trägern der Behindertenhilfe gezeigt.

Neben der Gewinnung als Kinobesucher ist es auch Ziel und Praxis, Menschen mit (schweren) Behinderungen in den ehrenamtlichen Betrieb des Kinos einzubinden oder zur Nutzung des Kinosaals für eigene öffentliche Aufführungen (Lesung, Theater) zu motivieren.

Langer Weg von der Idee zur Umsetzung

Der Weg von der ersten Idee eines barrierefreien Kinos bis zu einer Kino-Praxis mit vielfältigsten Formen der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Kinobeterieb war und ist ein langer. Am Anfang stand schlicht der gute Wille, geboren aus der Verankerung der Kinogründer in der Lokalen Agenda 21 und in der Behinderten-Arbeit. Der nächste Schritt waren Kontakte mit der Agendagruppe „Aalen barrierefrei“, dem Körperbehindertenverein Ostwürttemberg e. V. und später auch mit dem Landesverband für Körper-und Mehrfachbehinderte Baden-Württemberg e.V. um zu klären, wie ein barrierefreier Ausbau des geplanten Kinos sinnvollerweise aussehen kann. Im Zuge der Antragstellung bei Aktion Mensch zur Finanzierung des barrierefreien Ausbaus wurde die Mitwirkung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Kinobetrieb zum Satzungszweck erhoben. 

 

Selbstverständliche Teilhabe

Das Kino am Kocher bietet als kulturelles, soziales und ehrenamtliches Projekt eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Diese gilt es zu entdecken, auszuprobieren und systematisch weiter zu entwickeln. An erster Stelle steht selbstverständlich der Kinobesuch selbst. Weitere Möglichkeiten sind: Mitarbeit im Kinoteam, Nutzung der Kinoräume, Mitwirkung bei der Filmauswahl und an Veranstaltungen, Auftritte im Kinosaal (Theater, Lesungen), Besuch der Kinogastronomie, Beitritt in die Genossenschaft u.v.m. 

 

Barrieren abbauen

Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass auch Menschen mit Behinderungen ohne große (bauliche) Einschränkungen an allen Filmvorführungen und Veranstaltungen im Kino am Kocher teilnehmen können:Der Zugang zu Kino und Gastronomie erfolgt durch eine automatische Glasschiebetür ebenerdig über eine flache Rampe. Die Kinokasse ist 30 cm unterfahrbar und im Kinoraum gibt es Stellplätze für 4 Rollstuhlfahrer mit Begleitpersonen, die ebenerdig vom Kassenbereich/ Windfang aus erreichbar sind. Weitere 6 Plätze sind für Rollstuhlfahrer nutzbar, wenn sie über eine aus dem Boden ausklappbare Faltrampe eine Stufe (15 cm) überwinden. Menschen mit Hörschwierigkeiten können an der Kinokasse gegen ein Pfand Funk-Kopfhörer mit individuellen Lautstärkereglern ausleihen. Außerdem haben wir eine Behinderten-Toilette mit Euroschloss.Damit auch der Eintrittspreis keine übermäßige Barriere darstellt, erhalten Menschen mit Behinderungen ab 50% eine Ermäßigung von fast 50% des Normalpreises. Notwendige Begleitpersonen erhalten freien Eintritt.  

 

Betroffene erreichen, ansprechen und einladen

Wichtigste Voraussetzung für eine gelungene Teilhabe ist, das Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen überhaupt vom Kino am Kocher erfahren, dieses besuchen und für sich und ihre Freizeitgestaltung entdecken. Um dieses Ziel zu erreichen, gehen wir verschiedene Wege: Anzeigen in Publikationen, verschenken von Kinogutscheinen, Ansprache und Kooperationsveranstaltungen mit Behinderteneinrichtungen und Selbsthilfegruppen, persönliche Kontakte mit Betroffenen, besondere Wertsschätzung und Unterstützung im Umgang mit Betroffenen, Kontinuierliche Vernetzung, eigene fachliche Fortbildung…

 

Tabus brechen – eine andere Normalität leben

Das selbstverständliche Zusammenlebens aller Menschen, gleich ob mit oder ohne Behinderung ist im Kinosaal und in der Bar am Venushafen regelmässig zu erleben. Die Überschaubarkeit des Projekts und der persönliche Umgang miteinander fördert Kontakte und macht den Kinobesuch auch zu einem sozialen Erlebnis.

 

Im Filmprogramm werden immer wieder Filme berücksichtigt, in den entweder Menschen mit Behinderungen mitspielen, die Lebenswelt von Menschen eine Rolle spielt oder die sich als Dokumentarfilm inhaltlich-sachlich mit entsprechenden Themen auseinandersetzen. Dokumentarfilme werden nach Möglichkeit in Kooperation mit Selbsthilfegruppen, direkt Betroffenen oder lokalen Trägern der Behindertenhilfe gezeigt.

 

Unter dem Lesestoff in der „Bar am Venushafen“ findet sich neben Kinoliteratur und Tageszeitungen auch die Monatszeitung „die gesellschafter.de“, die Zeitung der Lebenshilfe und die „Kleine Brücke“ der aktion „Freunde schaffen Freude“.

Letzte Aktualisierung ( 24.06.11 )