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Information zur Situation der Programmkino Aalen eG

Zu dem Bericht im Lokalteil der Schwäbischen Post vom 21.12.2015 mit der Überschrift „Große Pläne ums kleine Kino“ möchten wir, Vorstand und Aufsichtsrat der Programmkino Aalen eG, wie folgt Stellung nehmen:
In der Generalversammlung 2014 wurde u.a. auch von OB Rentschler der Genossenschaft dargelegt, wie die Zukunft des Kino am Kocher aussehen kann: Weiterführung des Spielbetriebs am jetzigen Standort in der Schleifbrückenstraße bis zum Umzug in den Kulturbahnhof auf dem Stadtoval. Dieses Konzept wurde in der Generalversammlung 2015 bestätigt und gilt auch weiterhin.

    

Der Mietvertrag in der Schleifbrückenstraße wurde termingerecht gekündigt und endet am 28.02.2016. Vom Sprecher der Erbengemeinschaft Schierle wurde Verständnis für die Belange des Kino am Kocher geäußert und Gesprächsbereitschaft in dieser Hinsicht signalisiert. Gegenüber der Erbengemeinschaft Schierle wurde seitens der Stadtverwaltung klargestellt, dass eine Stellungnahme der Stadt zur möglichen künftigen Nutzung erst möglich ist, wenn der neue Dezernent im Amt ist. Erst dann können potentielle Käufer ihre Vorstellung einer Bebauung in die Bebauungspläne einbringen und genehmigen lassen. Es werden auch sicher nicht sofort bauliche Maßnahmen beginnen können. Dieser gesamte Prozess wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, in der der Betrieb des Kino am Kocher auf jeden Fall ungehindert weiter geführt werden kann.

Nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass das Kino am Kocher mit über 12.000 Besuchern pro Jahr zu den großen Kulturschaffenden in Aalen gehört, besteht seitens der Stadtverwaltung sehr großes Interesse, dass das Kino am Kocher eine solide Lebensgrundlage hat. Seit über 1,5 Jahren sind die Verantwortlichen des Kino am Kocher in engem Kontakt mit der Stadtverwaltung und OB Rentschler. Wir haben in dieser Zeit sehr intensive Unterstützung erhalten, sowohl in allen Fragen zum jetzigen Standort in der Schleifbrückenstraße als auch in der Gestaltung des künftigen Standorts im Kulturbahnhof. Wir gehen nach Stand unserer Kommunikation mit der Stadtspitze davon aus, dass diese Unterstützung auch weiterhin sehr intensiv sein wird, um den Betrieb des Kino am Kocher abzusichern. In der Generalversammlung 2015 wurde der Genossenschaft eine Informationsveranstaltung zugesagt, die nach weiterer Klärung von wichtigen Meilensteinen im Projekt „Kulturbahnhof“ der Stadt Aalen durchgeführt werden soll. Mit Vergabe des Planungsauftrags am 17.12.15 geht es nun in die nächste Runde. Wir freuen uns sehr, dass angesichts der großen Bedeutung dieses Projekts für das Programmkino sowohl OB Rentschler als auch die Gewinner des ersten Preises des Architekten-Wettbewerbs, die auch den Planungsauftrag erhalten haben, ihr Kommen zu einer solchen Veranstaltung, die jetzt für die erste Märzhälfte 2016 geplant ist, zugesagt haben. Es wird damit sicher eine interessante Veranstaltung mit Information aus „erster Hand“!

Zusammenfassend kann gesagt werden: Die Weiterführung des Kino am Kocher, natürlich auch der Bar am Venushafen, ist in der näheren Zukunft nicht gefährdet. Wir sind sicher, dass wir zusammen mit der Stadt Aalen und Unterstützung durch OB Rentschler auch eine Lösung finden werden, die den Betrieb des Kino am Kocher bis zum Umzug in den Kulturbahnhof gewährleistet.

Die Tage des Kino am Kocher sind nicht gezählt!! Ganz im Gegenteil: wir feiern in 2016 das 10-jährige Jubiläum mit Sonderveranstaltungen über das ganze Jahr 2016. Und freuen uns auf weitere Jubiläen!!

 

Für den Vorstand: Jule Hoffmann, Jürgen Schwarz Für den Aufsichtsrat: Dr. Jan Lugtenburg



Bericht im Lokalteil der Schwäbischen Post vom 21.12.2015:

 

Große Pläne ums kleine Kino

Wohnen, Büros: Stadt Aalen stellt für die Ecke Schleifbrückenstraße/Turnstraße Bebauungsplan auf Die Tage des Kinos am Kocher sind gezählt. Die Stadt leitet ein Bebauungsplanverfahren ein, hat aber – anders als im Fall des Postareals –kein Interesse am Grundstück. Private Investoren können allerdings nicht mehr mit Sanierungsmitteln rechnen, der Topf ist ausgeschöpft. Alexander Gässler Aalen. Das Kino am Kocher ist Deutschlands erstes Genossenschaftskino. 2016 wird das Zehnjährige gefeiert. Doch momentan hängen die Mitglieder in der Luft. Der Mietervertrag läuft im Februar aus. Eine neue Bleibe ist zwar gefunden – im Kulturbahnhof auf dem Stadtoval. Aber bis der gebaut ist, läuft noch viel Wasser den Kocher hinunter. Immerhin hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung des Jahres einen Architekten für den Kulturbahnhof ausgewählt. Das Stuttgarter Büro Ackermann und Raff erarbeitet eine konkrete Planung mit detaillierter Kostenberechnung. Auf dieser Grundlage soll der Gemeinderat dann in neun oder zehn Monaten den Baubeschluss fassen, wie OB Thilo Rentschler sagt. Das bedeutet allerdings, dass mit einem Spatenstich frühestens Ende 2016 zu rechnen ist. Zuletzt schöpften die Freunde des Programmkinos wieder Hoffnung. Bei der Mitgliederversammlung im September wurde nämlich bekannt, dass der Vermieter Gesprächsbereitschaft signalisiert habe, das Kino bis zu einem Umzug in den Kulturbahnhof in den Räumen in der Schleifbrückenstraße zu belassen. Der Vorstand will die rund 570 Mitglieder Anfang des Jahres erneut informieren. „Das Stadtoval ist für jeden Kulturschaffenden ein Traum“, sagt Jürgen Schwarz vom Kino-Vorstand. Er erinnert daran, dass der Kulturbahnhof auch den seit Jahrzehnten in Aalen herbeigesehnten 300-Personen-Saal beherbergen soll. Indessen hat der Gemeinderat ein Bebauungsplanverfahren für die Schleifbrückenstraße 13 bis 17 beschlossen, weil die Ecke an der Turnstraße „zur Verwertung ansteht“. Im Gespräch mit Investoren habe sich gezeigt, dass für die Projektentwicklung Klarheit über die Rahmenbedingungen für die künftige Entwicklung hergestellt werden müsse, heißt es im schönsten Amtsdeutsch in der Vorlage zur Gemeinderatssitzung. Für die Stadtplaner handelt es sich bei der Schleifbrückenstraße 13 bis 17 um ein „Schlüsselgrundstück“ der nördlichen Innenstadt. Ein zweites Schlüsselgrunstück am Stadtgarten ist das Postareal. Die Stadt hat das Vorkaufsrecht genutzt und das Gelände erworben. Entscheidend war die Chance, den rückwärtigen Bereich für die Erweiterung des Stadtgartens zu nutzen. Die grüne Lunge Aalens über den Taufbach hinaus zu vergrößern, steigere die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und vernetzte die Wege beispielsweise zum Stadtoval. Ein Kauf der Schleifbrückenstraße 13 bis 17 kam für die Stadt nicht in Frage, wie im Gemeinderat deutlich wurde. Das Grundstück sei zwar interessant, hieß es, aber man wolle es privaten Investoren überlassen. Laut Stadt bietet es sich für innerstädtisches Wohnen an, aber auch für Dienstleister und Büroflächen. Durch die Nachbarschaft zum Kocher ergebe sich ein einmaliger Standortvorteil bei gleichzeitiger Nähe zur Innenstadt sowie zu Bahnhof und ZOB. Im Bebauungsplanverfahren nimmt die Stadt auch den Hochwasserschutz in den Blick. Und die Nachbarschaft. Dazu zählen die historische Remontesiedlung, die Schulen, die Firmen und der Zeiss-Parkplatz. Langfristig sei eine Verlegung der Stellplätze auf eine Fläche westlich der Friedrichstraße denkbar, meinen die Stadtplaner. Dann stünde die Fläche für eine andere, attraktivere Nutzung zur Verfügung. Die Schleifbrückenstraße gehört wie das Postgelände noch zum Sanierungsgebiet „Nördliche Innenstadt“. Zahlreiche unterschiedliche Projekte wurden hier in den vergangenen Jahren umgesetzt: Jugendhaus, Rieger-Areal, Facharztzentrum, Kocherrenaturierung, diverse private Modernisierungen und – aktuell – das Quartier am Stadtgarten sowie der Durchstich Beinstraße. Speziell um diese Vorhaben abschließen zu können, will die Stadt das Programm „Nördliche Innenstadt“ bis 30. April 2017 verlängern. Allerdings ist der Förderrahmen ausgeschöpft, womit finanzielle Anreize für weitere Sanierungen nicht mehr in Frage kommen. Heißt auf gut Deutsch: Für Investitionen in der Schleifbrückenstraße ist nichts mehr im Topf.
Letzte Aktualisierung ( 03.11.16 )