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All Is Lost

Das einzige Wort, das in diesem unglaublichen Film gesprochen, nein gebrüllt wird, ist »Fuck!« Es bricht in einem Moment abgrundtiefer Verzweiflung in einer ohnehin völlig ausweglosen Situation aus dem Mann, der im Abspann nur »Our Man« genannt wird, heraus, im einzigen Moment, in dem er die Übersicht und die Kontrolle zu verlieren droht.

 

© universum

 

Das Sounddesign schafft mit dem allgegenwärtigem Knarren, Quietschen, Plätschern, Rauschen, Knacken in der engen Kabine unter Deck der kleinen Yacht eine klaustrophobische Atmosphäre, unterstützt von einer kaum wahrnehmbaren monotonen Musik, bis ein hässliches Krachen dem trügerischen Frieden ein Ende macht und der Kampf des einsamen Seglers mit den Naturgewalten beginnt. Wie »Our Man« stoisch und diszipliniert daran arbeitet, das Leck notdürftig abzudichten, das ein durchs Meer treibender Container in sein Schiff geschlagen hat, wie er weiter kämpft, als der Sturm, in den er gerät, alle seine Bemühungen zunichte macht – ohne ein Wort, bis auf das bewusste, das gestaltet Robert Redford absolut packend und berührend.


All Is Lost
USA 2013, 106 Min.
Regie: J. C. Chandor
Frei ab 12 Jahren
Mit Robert Redford

Letzte Aktualisierung ( 22.08.14 )