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Hannah Arendt

Hannah Arendt, die bedeutendste Vertreterin der politischen Theorie des zwanzigsten Jahrhunderts, wurde 1906 in Hannover geboren. Wegen ihrer jüdischen Abstammung wurde sie von den Nazis ausgebürgert und inhaftiert, konnte aber nach Amerika emigrieren. Dort war sie als Dozentin und Journalistin tätig.

 

© filmwelt

 

1961 ging sie als Reporterin für The New Yorker nach Jerusalem, um über den Eichmann-Prozess zu berichten. Zu ihrer Analyse »Banalität des Bösen« kam Arendt durch ihre Beobachtungen im Eichmann-Prozess. Sie war erstaunt, dass dieser nicht wie ein Monster, sondern eher wie ein Beamter und »Hanswurst« wirkte, der schlichtweg Befehle ausführte. Das Böse hatte ihrer Meinung nach im Nationalsozialismus eine neue Ausprägung erreicht, weil nicht mehr Einzelne die Taten begingen, sondern das abstrakte System den Einzelnen entmenschlicht und zum anonymen Rädchen in der Todesmaschinerie gemacht hatte. Viele sahen ihre Schlussfolgerungen allerdings als einen Versuch an, Eichmanns Verantwortlichkeit herunterzuspielen. Sie machte sich damit vor allem unter Juden viele Feinde, sogar ihre Freunde wandten sich von ihr ab.


Frauen-Film-Frühstück in Kooperation mit der VHS Aalen und dem Büro für Chancengleichheit

 

 

Hannah Arendt
D 2012, 113 Min.
Regie: Margarethe von Trotta
Frei ab 6 Jahren
Mit Barbara Sukowa, Julia Jentsch, Ulrich Noethen, Axel Milberg
Prädikat: besonders wertvoll

Letzte Aktualisierung ( 22.08.14 )