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Amu

"Amu" erzählt die Geschichte der 20-jährigen Kaju, die nach langer Zeit zurück nach Indien zu ihren Wurzeln reist. Als Adoptivkind in Amerika aufgewachsen, kennt sie das Land ihrer Herkunft nur als Touristin. Indien ist ihr eine verklärte Projektionsfläche. Gemeinsam mit ihrer in Delhi lebenden Familie begibt sie sich auf die Suche nach ihrer Kindheit, einer erinnerungslosen Zeitspanne vor der Adoption.

Langsam zeigt sich, dass Kajus verlorene Zeit mit einem der gewaltvollsten und vertuschten Kapitel der indischen Geschichte verbunden ist, dem Massaker gegen die Sikhs im Jahre 1984. Der Film dokumentiert vor diesem Hintergrund auf eindrucksvolle Art die staatlich tolerierten Gewaltakte gegen die Sikhs. Dazu fand Shonali Bose erschreckend poetische Bilder mit sinnlicher Kraft und Stärke. Durch die unerbittlichen "Ausgrabungen" Kajus ist "Amu" ein politischer Geschichtsfilm, der die Erinnerungen an einen Genozid vor der Folie einer persönlichen Erinnerungsarbeit und Vergangenheitsbewältigung zurück ins öffentliche Bewusstsein rückt.

 

Filmdaten auf einen Blick
Titel Amu
Land Indien
Jahr 2004
Regie Shonali Bose
Sprachversion deutsch
FSK o. A.

 

 

Letzte Aktualisierung ( 29.05.07 )