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Die Wand

Nirgends hat der Mensch so viel Gelegenheit zur Reflektion wie in der Einsamkeit. Und viel einsamer als die namenlose Frau in der Literaturverfilmung Die Wand kann man nicht sein.

Niemanden außer ihr scheint es in der Welt dieser kunstvollen Dystopie zu geben. Die Frau lebt wie in einem Spiegelkabinett. Vorsichtig tastend bewegt sie sich durch den Raum, um nicht gegen jene unsichtbare Wand zu stoßen, die eines Tages plötzlich da war und die Welt in
zwei Sphären geteilt hat. Hier die eingeschlossene Protagonistin, dort der ausgeschlossene, in Leblosigkeit erstarrte Rest. Dieser Entzug des Außen zwingt die Frau zur Einkehr ins Innere. Sie spiegelt sich in den Notizen über ihr postapokalyptisches Leben – Notizen, die erst enden, als alles Papier aufgebraucht ist.

 

 

Die Wand
Österreich/Deutschland 2011, 108 Min.
Regie: Julian Pölsler
Frei ab 12 Jahren

Mit Martina Gedeck, Hans-Michael Rehberg

Letzte Aktualisierung ( 11.09.13 )