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Liebe

Seit vielen Jahren sind Georges und Anne, beide pensionierte Musiker, miteinander verheiratet, ein Paar, das gemeinsam alt geworden ist, das sich immer noch gut versteht und einander mit Respekt und Hochachtung behandelt.

Liebe

D/F/Österreich 2012, 125 Min.

Regie ­Michael Haneke

Frei ab 12 Jahren

Mit Jean-Louis Trintignant, Emanuelle Riva, Isabelle ­Huppert

 

 

Doch dann, plötzlich beim Frühstück, kommt dieses Räder­werk der Harmonie unvermittelt ins Stocken. Anne erleidet einen Schlaganfall. Die Lähmung ist rechtsseitig. Sie bedarf totaler Hilfe. Krankenhaus, Pflegeheim, Altersheim?

 

Zu Beginn des Films sehen wir sie im Bus auf der Heimfahrt von einem Konzert, das einer von Annes früheren Klavierschülern gegeben hat – mittlerweile ist er ein berühmter Pianist. Es ist die einzige Szene, die ­außerhalb der gemeinsamen Wohnung spielt. Getragen wird der Film von zwei Darstellern, die Unglaubliches leisten – vor allem Emanuelle Riva, die alle Stufen des Verfalls zu durchlaufen scheint, ist unfassbar gut, da sie Jean-Louis Trintignant ein Gegenüber bietet, an dem er sich abarbeiten muss. Trotz des bitteren Themas aber ist Liebe ein sehr zärt­licher und liebevoller Film geworden, der ganz nahe an seinen Personen herangeht, ohne ihnen ihre Würde zu nehmen. 

  
Letzte Aktualisierung ( 11.09.13 )